Weltraumbestattung
Die Weltraumbestattung ist die wohl unkonventionellste aber auch noch nicht allzu gängigste Möglichkeit, einem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.Hierbei wird der Körper eines Verstorbenen oder aber Teile davon dem Weltraum übergeben.
Es gibt verschiedenen Arten der Weltraumbestattung.
1997 wurde das erste Mal eine Weltraumbestattung von 24 kleinen Urnen in Erdumlaufbahn durchgeführt. Die Aschereste werden hierbei mit einem Bestattungssatellit in Erdumlaufbahn platziert. Der Satellit verglüht später wieder in der Erdatmosphäre. Seit 1997 wird diese Art der Weltraumbestattung häufiger durchgeführt.
Es gibt auch die Möglichkeit einer Bestattung auf dem Mond. Diese wurde zum ersten Mal im Jahre 1998 durchgeführt. Hierbei wird die Asche auf der Mondoberfläche platziert.
Die wohl weiteste Reise, die die Asche eines Verstorbenen antreten kann, bietet eine Weltraumbestattung in Universum. Wegen der hohen Transportkosten wurde bisher nur ein symbolischer Teil der Asche zur Weltraumbestattung mitgeführt. Etwa einmal pro Jahr starten in der USA (Kalifornien) bodengestützte Taurus-Raketen, die zusammen mit einem Satelliten auch circa 30 Urnen mit an Bord nehmen. Die Wartezeit für eine Urne zur Weltraumbestattung kann also sehr lang sein.
Die Weltraumbestattung an sich ist jedoch weitaus günstiger, als man vermuten sollte.
Für eine Bestattung in Erdumlaufbahn entstehen so ungefähre Kosten von 11.000 Euro.
Da jedoch nur Teil der Asche mit in den Weltraum genommen wird, muss für den anderen Teil die weitere Bestattung ebenfalls geplant werden. Ein Bestattungsunternehmen kann den Angehörigen dabei sehr unter die Arme greifen. Die Bestatter werden die Anforderung der Urne sowie die Weiterverarbeitung der Asche für die Weltraumbestattung vornehmen und außerdem die Papiere und Dokumente die für die Organisation einer Weltraumbestattung gründlich durchgehen und ausfüllen.
Für die Angehörigen gibt es die Möglichkeit, dem Abschuss der Rakete beizuwohnen, für gewöhnlich erhalten sie auch ein Video des Ereignisses und können sich sogar auf der Urne, die ins All geschossen wird, mit einer individuellen Widmung verewigen.
